Film ab! am 24. Mai 2007, Universität für Musik und darstellende Kunst

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Hauptgebäude der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Anton-von-Webern-Platz 1
Das Domizil der alten Veterinärmedizinischen Universität, erbaut 1821 bis 1823 im 3. Bezirk von Wien, ist der neue Sitz der Universität für Musik und darstellende Kunst. Nach Renovierungsarbeiten entstand hier eine Campus-artige Atmosphäre, viele Dependancen konnten an einen Ort vereint werden.
Im Jahre 1996 bezog die Veterinärmedizinische Universität eine neue Anlage am Wiener Stadtrand und die alten Gebäude wurden der Universität für Musik und darstellende Kunst zugeteilt. Arch. DI Reinhardt Gallister wurde mit dem Umbau und der Adaptierung zur neuen Nutzung beauftragt. 1999 wurde die erste Bau-Etappe abgeschlossen und die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien konnte in ihr neues Hauptgebäude einziehen. In diesem Gebäude befinden sich drei Konzertsäle: der Joseph-Haydn-Saal für etwa 200 Personen, und die beiden parallel angelegten, modernst ausgestatteten Veranstaltungs-Säle benannt nach Clara Wieck-Schumann und Fanny-Hensel-Mendelssohn. Ein weiterer kleiner Saal ist der Batiken-Saal, der mit seiner ursprünglichen Ausstattung, „Wandbatik-Bilder“ von Brigitte Hatz, ein Kuriosum darstellt. Für Ausstellungen wird die prachtvolle Säulenhalle im Entree genützt, im Sommer wird auch der Innenhof bespielt. Die nächste Bauetappe konnte Ende 2004 abgeschlossen werden: Die Filmakademie bekam Studios, die zu den modernsten in ganz Europa gehören.

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Das Projekt „Film ab!“ von Nicole Six und Paul Petritsch ist das Ergebnis eines von der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) ausgeschriebenen Wettbewerbs zur Gestaltung dieser Studios. Mit der temporären Aktion wurde ein neuartiges Kunst und Bau-Format konzipiert. Statt der herkömmlichen Idee, in eine gebaute Struktur dauerhaft gestalterisch einzugreifen, stehen bei „Film ab!“ Kriterien wie Flüchtigkeit und Prozesshaftigkeit im Vordergrund. Hier geht es nicht darum, der Architektur einen Stempel aufzudrücken, sondern auf deren Nutzungspotenzial zu verweisen, ohne eine konkrete Nutzung festzulegen. Die 5.000 zufällig ausgewählten „Statisten“ füllten den Campus einen Nachmittag lang. Der konkrete Anlass der Zusammenkunft bleibt bewusst unbestimmt, auf konkrete Handlungsanweisungen wurde verzichtet.

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